Woran Sportler mental arbeiten wollen

Was über 11.000 Sportlerinnen und Sportler bei der Anmeldung angegeben haben

Selbstbewusstsein, Nervosität, Motivation: Woran wollen Sportler mental arbeiten, wenn sie sich für ein einziges Thema entscheiden müssen? Genau diese Frage haben 11.188 Sportlerinnen und Sportler bei der Anmeldung in der App Sync beantwortet. Hier stehen die Ergebnisse, insgesamt, nach Alter und nach Sportart, dazu die Methode und ihre Grenzen. Die Zahlen dürfen gern zitiert werden, wie das geht, steht am Ende.

Die wichtigsten Zahlen

  • 40 % der Sportlerinnen und Sportler wählen das Selbstbewusstsein als ihr Thema. Kein anderes wird so oft genannt.
  • 33 % der Sportlerinnen und Sportler ab 45 Jahren nennen die Nervosität. Unter 18 sind es 21 %.
  • rund 35 % nennen im Tennis und Tischtennis die Nervosität. Im Mannschaftssport sind es nur 10 bis 14 %.
  • 33 % der Läuferinnen und Läufer wollen an ihrer Motivation arbeiten. Über alle Sportarten sind es 15 %.

Die Themen insgesamt

Vier von zehn Sportlerinnen und Sportlern wählen das Selbstbewusstsein. Es liegt deutlich vor der Nervosität mit 26 Prozent und der Motivation mit 15 Prozent. Entspannung wählt knapp jeder Zehnte, Verletzung und Schlaf folgen mit 5 und 4 Prozent.

Selbstbewusstsein ist dabei kein Thema für Einsteiger. Wer sich bei der Anmeldung als Profi einstuft, wählt es sogar zu 48 Prozent (993 Antworten).

Woran möchtest du arbeiten? Alle Antworten
  1. Selbstbewusstsein40,4 %
  2. Nervosität26,1 %
  3. Motivation15,0 %
  4. Entspannung9,5 %
  5. Verletzung4,7 %
  6. Schlaf und Regeneration4,3 %

11.188 Antworten ohne Testkonten, eine Antwort je Person. Stand 1. November 2026.

Nach Alter

Mit dem Alter verschiebt sich das Bild deutlich. Unter 18 wählen 48 Prozent das Selbstbewusstsein und 21 Prozent die Nervosität. Ab 45 liegen beide fast gleichauf, bei jeweils 33 Prozent. Auch die Entspannung wird mit den Jahren wichtiger: Ab 45 wählen sie fast doppelt so viele wie unter 18. Verletzungen sind dagegen eher ein Thema der Jüngeren, am häufigsten zwischen 18 und 29 Jahren mit 7 Prozent, ab 45 nur noch mit 2 Prozent.

Ob ältere Sportler tatsächlich nervöser sind, sagen die Zahlen nicht. Jede Person durfte nur ein Thema wählen, die Anteile zeigen also, was an erster Stelle steht. Wo das Selbstbewusstsein seltener gewählt wird, bleibt mehr Raum für andere Themen.

Selbstbewusstsein nach Alter
  • unter 1847,6 %
  • 18 bis 2945,8 %
  • 30 bis 4435,1 %
  • ab 4533,5 %
Nervosität nach Alter
  • unter 1821,5 %
  • 18 bis 2920,9 %
  • 30 bis 4428,9 %
  • ab 4532,6 %
Alle Themen nach Alter, Anteile in Prozent
Themaunter 1818 bis 2930 bis 44ab 45
Selbst­bewusst­sein47,645,835,133,5
Nervosität21,520,928,932,6
Motivation15,313,416,914,1
Entspannung6,58,311,212,9
Verletzung5,86,94,02,0
Schlaf und Regeneration3,34,63,84,9
Antworten2.9962.6501.9333.308

Basis: 10.887 Antworten mit Altersangabe.

Nach Sportart

Die größten Unterschiede zeigen sich zwischen den Sportarten. Vorn bei der Nervosität liegen Sportarten, in denen man allein antritt und zwischen den Aktionen Zeit zum Nachdenken hat: das Sportschießen mit 51 Prozent, Tennis und Tischtennis mit rund 35 Prozent, dahinter Turnen und Golf mit knapp 28 Prozent. Im Tischtennis liegen Nervosität und Selbstbewusstsein fast gleichauf.

Im Mannschaftssport nennen nur 10 bis 14 Prozent die Nervosität. Dort wählen 52 bis 60 Prozent das Selbstbewusstsein. Im Ausdauersport ist die Motivation das größte Thema: 33 Prozent im Laufen, 32 Prozent im Triathlon.

Die Sportschützinnen und Sportschützen kamen ab März 2026 gebündelt über eine Kooperation dazu. Mehr dazu unter Methode und Grenzen.

Nervosität, Selbstbewusstsein und Motivation nach Sportart, Anteile in Prozent
SportartAntwortenNervo­sitätSelbst­bewusst­seinMoti­vation
Sportschießen1.477 Antworten1.47750,816,38,7
Tennis1.257 Antworten1.25735,644,37,9
Tischtennis1.150 Antworten1.15035,337,013,0
Turnen272 Antworten27227,631,320,2
Golf683 Antworten68327,544,96,1
Fußball809 Antworten80914,259,614,6
Volleyball522 Antworten52213,251,715,5
Basketball308 Antworten30813,059,114,0
Triathlon320 Antworten32012,827,532,2
Laufen552 Antworten55210,730,633,2
Handball1.083 Antworten1.08310,258,614,8

Sortiert nach Nervosität. Fett ist das häufigste Thema der jeweiligen Sportart. Gezählt ist die erste angegebene Sportart.

Was das fürs Training heißt

Ein paar Anregungen je Thema. Ausführlich stehen sie in den verlinkten Ratgebern.

Selbstbewusstsein

Selbstvertrauen wächst aus Erfahrungen, die du bewusst wahrnimmst, nicht aus gutem Zureden. Ein einfacher Anfang ist ein Satz nach jedem Training dazu, was gelungen ist. Im Mannschaftssport, wo Fehler vor allen passieren, hilft zusätzlich ein fester Ablauf für die Sekunden danach. Mehr dazu in Selbstvertrauen im Sport und Umgang mit Fehlern im Sport.

Nervosität

Nervosität vor dem Wettkampf ist normal und muss nicht verschwinden. Üben lässt sich, was du mit ihr machst: eine lange, ruhige Ausatmung, eine feste Routine vor dem Start, ein klarer erster Gedanke. In Sportarten mit Pausen zwischen den Aktionen, etwa Tennis, Tischtennis, Golf oder Sportschießen, lohnt es sich, gezielt mit diesen Pausen zu arbeiten. Mehr dazu in Nervosität vor dem Wettkampf und Umgang mit Druck im Sport.

Motivation

Motivation folgt oft dem Anfangen, nicht umgekehrt. Wer viel allein trainiert, wie im Laufen oder im Triathlon, kommt mit einer kleinen Mindestdosis für schlechte Tage und festen Verabredungen meist weiter als mit guten Vorsätzen. Mehr dazu in Motivation im Training.

Entspannung, Schlaf und Verletzung

Diese Themen werden seltener gewählt, die Entspannung aber mit dem Alter deutlich häufiger. Kurze Atem- und Entspannungsübungen lassen sich gut in den Alltag einbauen, etwa am Abend vor einem Wettkampf. Bei anhaltenden Schlafproblemen oder nach einer Verletzung gehört die Ursache zuerst in ärztliche Hände. Mentaltraining kann den Weg begleiten, ersetzt aber keine Behandlung. Wo seine Grenzen liegen, steht in Mental Health im Sport.

Methode und Grenzen

Bei der Anmeldung in der App Sync stand die Frage „Woran möchtest du arbeiten?“ mit sechs Themen zur Auswahl: Selbstbewusstsein, Nervosität, Motivation, Entspannung, Verletzung sowie Schlaf und Regeneration. Jede Person konnte genau eine Antwort geben. Ausgewertet sind 11.188 Antworten ohne Testkonten, vor allem aus der Zeit von November 2025 bis September 2026. Stand der Auswertung ist der 1. November 2026. Für die Altersgruppen zählen die 10.887 Antworten mit Altersangabe. In der Tabelle nach Sportart stehen alle Sportarten mit mindestens 250 Antworten, ohne die Sammelantwort „andere“.

Beim Lesen der Zahlen hilft es, ihre Grenzen zu kennen:

  • Kein Querschnitt des Sports. Wer Sync nutzt, interessiert sich für Mentaltraining. Die Zahlen beschreiben diese Sportlerinnen und Sportler und sind kein repräsentativer Querschnitt des Sports.
  • Sportschießen kam gebündelt dazu. Sportschützinnen und Sportschützen kamen ab März 2026 gebündelt über eine Kooperation zu Sync. Das kann die Werte dieser Sportart prägen.
  • Die erste Sportart zählt. Wer mehrere Sportarten angegeben hat, ist unter der ersten gezählt.
  • Ein Thema, keine Rangliste. Weil nur eine Antwort möglich war, zeigen die Anteile, was an erster Stelle steht. Andere Themen können trotzdem eine Rolle spielen.
  • Ohne Mehrfachantworten. In einer Übergangsphase waren mehrere Antworten möglich. Diese Antworten sind nicht mitgezählt.
  • Selbstauskunft, keine Diagnose. Die Themen beschreiben, woran jemand arbeiten möchte, nicht, ob ein Problem vorliegt. Auch Alter und Leistungsstufe hat jede Person selbst angegeben.
  • Andere Zahlen in unseren Ratgebern. Einige Ratgeber nennen höhere Anteile, etwa rund 80 Prozent für Selbstvertrauen. Sie beruhen auf einer Auswertung, in der mehrere Themen wählbar waren, und lassen sich mit dieser Seite nicht direkt vergleichen.

So zitieren Sie die Zahlen

Die Zahlen dürfen gern in Artikeln, Beiträgen, Vorträgen und Antworten verwendet werden. Bitte nennen Sie dabei diese Quelle und verlinken Sie, wo es geht, diese Seite:

Sync Mentaltraining (2026): Woran Sportler mental arbeiten wollen, syncmental.com/de/ratgeber/mentale-themen-im-sport-zahlen, Stand 1. November 2026

Fragen zur Methode und Presseanfragen beantwortet Moritz Konsemüller, Gründer von Sync, M.Sc. Sportwissenschaften, asp-Curriculum Sportpsychologie: moritz@syncmental.com.

Und woran willst du arbeiten?

Wenn du zuerst wissen willst, wie du im Wettkampf tickst, ist das Sportprofil der schnellere Einstieg: vier Minuten, kein Konto, am Ende ein Profil aus 16 Typen. Und wenn du dein Thema schon kennst, findest du die passenden Übungen in der App.

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Diese Seite beschreibt selbst gewählte Trainingsthemen von Nutzerinnen und Nutzern einer Mentaltraining-App. Sie dient der allgemeinen Information und ersetzt keine psychologische oder medizinische Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden oder starkem Leidensdruck wende dich bitte an eine Ärztin, einen Psychotherapeuten oder eine Sportpsychologin.